#121 – Von der Berufsausbildung in die Selbständigkeit mit der eigenen Amazon Marke

Taucht ein in die Welt des E-Commerce mit Esther Enns, der kreativen Kraft hinter “Luft und Liebe”. Entdeckt, wie aus einer einfachen Leidenschaft für Hochzeits- und Babypapeterie ein florierendes Geschäft auf Amazon entstand. Esther Enns öffnet die Türen zu ihrer persönlichen Reise, die sie von einer Festanstellung zur Gründerin ihres eigenen Unternehmens führte. Sie teilt mit uns die faszinierenden Details ihrer eigenen Hochzeit im Jahr 2020 und wie diese sie inspirierte, ihre Liebe zum Detail in jedes ihrer Produkte einfließen zu lassen. Hören Sie von den intuitiven Entscheidungen und Wendepunkten, die Esas Weg prägten und sie dazu brachten, ihrer Vision zu folgen und kreativ zu wachsen.

Die Welt des Online-Handels kann eine Achterbahnfahrt sein – Esther Enns gibt uns einen Einblick in die Höhen und Tiefen des Verkaufs auf Amazon. Wir diskutieren gemeinsam den immensen Arbeitsaufwand, der nötig ist, um täglich bis zu 100 Bestellungen zu bearbeiten, und beleuchten die Gebührenstruktur und Kosten, die mit dem Vertrieb auf dieser Plattform verbunden sind. Esther Enns betont die Wichtigkeit der Produktion in Deutschland und wie sie es schafft, ihre Unternehmenswerte aufrechtzuerhalten, während sie sich den Herausforderungen von saisonalen Schwankungen und Cashflow-Problemen stellt – ein Muss für jeden, der mit dem Gedanken spielt, in die Welt der Selbstständigkeit einzutauchen.

Zum Abschluss geben wir euch einen Vorgeschmack darauf, wie sich der Vertrieb von Hochzeitsprodukten abseits von Amazon anfühlen kann. Esther Enns erklärt, wie ein eigener Online-Shop das Kundenerlebnis verbessern und die Markenbindung stärken kann, indem er ein persönlicheres Shopping-Erlebnis und eine einheitliche Produktpräsentation bietet. Wir erörtern die feinen Unterschiede im Kundenkontakt und wie soziale Medien wie Instagram dazu beitragen können, eine persönliche Beziehung zu den Kunden aufzubauen. Lasst euch außerdem von Esas Digitalisierungstipps und ihrer Strategie

In Folge 121 des Serious Sellers Podcast auf Deutsch, Marcus und Esther diskutiéren

  • 00:00 – Erfolg Auf Amazon
  • 11:06 – Erfahrungen Als Amazon-Verkäufer
  • 25:33 – Online-Shop Für Hochzeitsprodukte Und Verkaufstechniken
  • 37:04 – Produktpräsentation Und Digitalisierungstipps

Transkript

Marcus Mokros:

Heute unterhalte ich mich mit Esther die erst vor ein paar Jahren auf Amazon in der Hochzeits und Babynische gestartet ist und, wie sie sagt, anfangs alle Entscheidungen aus dem Bauch getroffen hat, wie das für sie funktioniert hat, und was sie heute anders macht und so viel vorweg, sie macht es heute hauptberuflich erzählt sie uns hier im Podcast. Podcast Und hallo, liebe Zuhörer, zu einer neuen Episode und ganz herzliches Hallo auch an meinen Gast heute die Esther.

Esther Enns:

Hi, wie geht’s dir? Hi, mir geht’s sehr gut. Vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

Marcus Mokros:

Ja, hey, danke dir, dass du hier reinkommst. Wir haben uns ja vor einer Weile erst so kennengelernt auf einer Veranstaltung. Aber bevor wir darauf eingehen, erzähl doch erstmal kurz, wer du bist und was du eigentlich so machst.

Esther Enns:

Ja, ich bin Esther Enz, bin die Gründerin von Luft und Liebe. Wir verkaufen seit 2019 ein paar Papeterie-Produkte auf Amazon Und ja, ich habe mich dann nach einem Jahr ungefähr oder nach zwei Jahren selbstständig gemacht damit Also ist jetzt mein Hauptberuf Und haben einfach eine Marke gegründet mit Hochzeitspapeterie und Babypapeterie.

Marcus Mokros:

Also so ein hört sich so nach einem Leidenschafts-Anzug an, wo du halt persönlich bist.

Esther Enns:

Ja, total, total, ja genau. Wir haben selber 2020 geheiratet, also es war jetzt gerade auchet. Wir waren dann mittendrin quasi in dem Thema auch. Und auch meine Freundinnen haben in der Zeit geheiratet, und das ist auch quasi dadurch entstanden, weil ich für deren Hochzeiten was gemacht habe, und das waren auch so. Dann die ersten Produkte, die dann auf Amazon gelandet sind, und das waren auch so dann die ersten Produkte, die dann auf Amazon gelandet sind.

Marcus Mokros:

auch Ja, wenn man eine Hochzeit vorbereitet, dann ist man wahrscheinlich teilweise mehr im Stress als bei einem Produktstart, weil du so viel das erste Mal kontaktieren und vergleichen und beschaffen musst.

Esther Enns:

Ja genau.

Marcus Mokros:

Genau, wir hatten uns getroffen. Auf dem Networking-Event in Berlin war es ja, ja genau.

Esther Enns:

Da haben wir einmal ganz kurz gesprochen, also auch, glaube ich, über das Thema, wie wir angefangen haben.

Marcus Mokros:

und ja, Deine Story fand ich ganz interessant. Erzähl doch vielleicht erstmal so zum Anfang warst du schon immer selbstständig, oder war das irgendwann einfach ein Plan?

Esther Enns:

Nein, gar nicht, ein Plan sogar. Also ich habe halt eine Ausbildung zur Mediengestaltung gemacht, in Digital und Print.

Marcus Mokros:

Das ist sehr praktisch.

Esther Enns:

Ja ist halt eigentlich genau das. Also ja, genau. Und dann war ich ein, zwei Jahre in dem Beruf, aber ich war halt in der Grafik tätig, in der Druckvorstufe, und das ist halt relativ trocken. Also, wir haben da quasi nur Daten kontrolliert, die in Druck gehen. Und ja, also dieses Hochzeitsthema, das hatte ich halt alles schon in der Ausbildung gemacht, weil wir hatten ziemlich viel Freiraum in der Ausbildung, was ich natürlich sehr toll fand, weil das voll mein Thema war und ich auch gerade in dem Zeitraum viele Freundinnen hatte, die geheiratet haben, Und da konnte ich mich dann halt auch einfach ein bisschen ausleben, habe die Einladungskarten schon für die gestaltet, und das war halt schon immer so ein Wunsch von mir, dass ich das irgendwann mal selbstständig mache. Also, ich wollte schon immer in die Richtung, aber ja, dann ist es halt irgendwie so gekommen, auch ja, dass die Firma hat halt keine Festanstellung gemacht, weil es ist ja eine Firma, die haben CDs gemacht, da ging es halt nicht ganz so gut, deswegen haben die keine Festanstellung mehr gemacht.

Marcus Mokros:

Die haben CDs gemacht.

Esther Enns:

Dann habe ich halt irgendwann gesagt genau CDs, googles und so weiter noch Wie lange ist?

das her. Die gibt es immer noch. Also, die machen das immer noch Wahnsinn. Ja, also, die machen das immer noch. Ja klar. Aber ja, genau, und ich habe dann halt also für mich war klar, dass ich da auch irgendwann raus möchte. Eigentlich wollte ich direkt nach einem Jahr raus. Aber dann haben wir gerade auch so war bei uns das Hochzeitsthema so drin, und dann bin ich da noch so ein bisschen drin geblieben, und dann habe ich aber irgendwann gesagt okay, jetzt muss ich auch mal einen Schlussstrich ziehen und bin dann raus aus der Firma und habe dann das ein Jahr quasi unser Unternehmen dann aufgebaut auch Also, wir haben vorher schon nebengewerblich angefangen. Also Ende 2019 haben wir das erste Produkt rausgebracht. Das waren halt so Gästekarten für Hochzeiten. Das hatte ich halt für eine Freundin für die Hochzeit gestaltet, und dann habe ich das danach halt bei Amazon hochgeladen. Kann ich dazu noch was sagen?

Marcus Mokros:

Also gerade als Mediendesigner, grafiker, da könnte man ja auch sagen, ich gehe auf irgendwelche Portale, oder in dem Fall vielleicht auch spezielle Hochzeitsforen und sage hey, etsy, genau, wem kann ich? was gestalten Und wieso ist es Amazon für dich geworden?

Esther Enns:

Wir hatten damals viel Kontakt zu Nils. Ich weiß nicht, ob ich glaube, du kennst Nils, glaube ich. Der hat damals schon mit Diasports und so angefangen.

Marcus Mokros:

Welcher Nils Nils Wiese, der ist auch.

Esther Enns:

Speaker manchmal auf manchen Events. Der ist da auch bei Amazon ein bisschen, der ist gerade bei dem Starterprogramm drinnen bei den AMC Hackers genau, und das ist halt ein Freund von uns, und der hat uns damals schon so ein bisschen mitgenommen in das Thema und will ja auch alle so ein bisschen mitziehen und so macht mal da was und hat uns da auch so ein bisschen die Sachen erklärt, hat uns voll geholfen am Anfang auch, weil wir hatten wirklich absolut gar keine Ahnung, und irgendwie sind wir dadurch halt da reingerutscht, so ein bisschen. Also, ich fand, amazon war für mich schon immer interessant auch, aber ich habe mich auch nicht so aktiv mit dem Thema vorher beschäftigt. Und ja, etsy und so die anderen Plattformen, das war also fand ich früher noch alles so ein bisschen. Und ja, etsy und so die anderen Plattformen, das war also fand ich früher noch alles so ein bisschen fina-ware, so ein bisschen unprofessionell, so vom Gefühl her. Ich glaube, das ist in den letzten Jahren ja so ein bisschen professioneller geworden. Also, da gibt es auch sehr viel in dem Thema. Also, da wollen wir dieses Jahr eigentlich auch noch mit einsteigen, weil es einfach voll zu der Branche passt, genau, aber damals war halt amazon eben wie bei uns so im vordergrund, einfach auch auch durch nie jetzt ein bisschen genau wie bist du also, was bist du gleich zum anfang zu den sie hackers gegangen?

Marcus Mokros:

wirst du denn von denen gehört? die kennt ja auch nicht jeder auch von nils.

Esther Enns:

Also, wir waren auch nicht von aber der kontakt. Wir waren von anfang an dabei, genau wir waren noch nicht von Anfang an dabei, genau, wir waren noch nicht von Anfang an dabei in der Gruppe, also wir man braucht ja auch so ein gewisses Budget, dann auch irgendwann. Also ich meine, wir sind in dem Aufbau ja irgendwann eingestiegen, dass wir gesagt haben okay, wir haben zu vielen Themen, bei vielen Themen kennen wir uns noch nicht so aus, und wir haben es hauptsächlich gemacht, damit wir uns auch die Videos angucken können und dieses Lernportal, quasi was es gibt, von AMC Hackers. Deswegen sind wir da hauptsächlich so eingestiegen. Aber wir hatten am Anfang auch nicht so viel Kontakt oder waren jetzt auch nicht so oft in den Team-Meetings da dabei oder in den Calls dabei, genau, also sind wir immer noch nicht so häufig. Aber wir haben das halt hauptsächlich zum Lernen quasi auch genutzt.

Marcus Mokros:

Und dein erstes Produkt? war das jetzt ein Standardprodukt, was du produziert hast und so angeboten, oder war das irgendwas, was individualisiert werden muss?

Esther Enns:

Nee, es war ein Standard. Wir haben das so produziert und so dann auch verkauft. Genau. Also personalisierte Produkte haben wir überhaupt nicht bei Amazon.

Marcus Mokros:

Okay gut, und wie war jetzt so die Erfahrung beim ersten Produkt? Wie bist du überhaupt genau? wie ist es überhaupt ausgewählt, dass es das wird?

Esther Enns:

Ja, wie gesagt wir haben echt gar nichts geplant. Also wir sind da echt so reingerutscht. Wir haben einfach gesagt okay, wir starten jetzt einfach, wir wollen was bei amazon verkaufen, und das ist einfach meine branche, das ist meine leidenschaft, das möchte ich machen. Also überhaupt nicht so, wie das jetzt bei den hackers bei den größten teil der members da ist, dass diese wirklich produkte analysieren und sich dann eins raussuchen aus einer, nicht schon dann da da einsteigen, sondern wir haben einfach gesagt, ich habe einfach gesagt, das Produkt habe ich, und das möchte ich verkaufen. Also wir hatten wirklich keine Ahnung von dem ganzen Game und sind einfach mit dem Produkt gestartet, und es hat halt funktioniert.

Marcus Mokros:

Weißt du noch dein ursprüngliches Budget für die erste Warenbestellung und die Stückzahl, was das dann war?

Esther Enns:

Ne, das heißt tatsächlich nicht mehr, aber es war am Anfang nicht ganz so viel, und Puppeterie ist auch nicht ganz so teuer.

Marcus Mokros:

Also da muss man jetzt nicht so viel Geld in die Hand nehmen Kannst du vielleicht so abschätzen, weil ich habe auch keine Idee, was man da überhaupt in Mindestmengen hat, ob es 50 waren oder 5.000. Einheiten.

Esther Enns:

Also nee, man kann auch weniger bestellen, aber natürlich, je weniger man bestellt, desto höher sind die Kosten pro Einheit. Und ich glaube tatsächlich, dass wir am Anfang wirklich so mit wahrscheinlich so 100 Einheiten angefangen haben, also wirklich ganz wenig. Und dann irgendwann haben wir halt dachten wir, okay, das funktioniert, und haben halt eine große Bestellung gemacht, irgendwie von 30.000 oder so. Also 30.000 Karten, das sind durch 50 die Hälfte, also 1.500 Einheiten, glaube ich. und genau dann, auf den Karten sitzen wir tatsächlich immer noch also das war irgendwann 2020, und das ist halt bei Design halt echt so ein bisschen wechselhaft. Da muss man immer dranbleiben, muss immer gucken okay, das lief halt eine Zeit lang richtig gut. Dann dachten wir okay, dann können wir jetzt richtig investieren, und haben dann jetzt natürlich dann lief es irgendwann nicht mehr, das design war einfach nicht mehr so gefragt, und es kam dann eher.

Marcus Mokros:

Andere designs waren dann eher gefragt, und deswegen und hast du anfang an fba benutzt oder selber verschickt?

Esther Enns:

von anfang an, genau von anfang an fba genutzt wir haben das tatsächlich einmal.

das war auch eine Aktion, die werden wir so nicht nochmal machen. da haben wir ein neues Produkt ganz, ganz spontan auf den Markt geschmissen, weil ich dachte, ich hatte so ein bisschen Instagram und habe dann so eine Aktion gemacht, dass ich so einen Adventskalender gemacht habe, wo es dann jeden Tag irgendwie Rabatte gibt oder irgendwie ein neues Produkt oder so. Und dann habe ich gedacht, okay, ich möchte zu Weihnachten irgendwie Weihnachtskarten auch irgendwie verkaufen, habe extra Weihnachtskarten designt, und dachte, ich mache das nur für Instagram quasi. Und dann habe ich irgendwann gemerkt, okay, das lohnt sich wahrscheinlich nicht, vielleicht kann man das noch spontan bei Amazon hochladen. Habe ich dann auch gemacht, und das lief dann tatsächlich gar nicht so schlecht, und wir haben das dann einfach, weil es so spontan war es war wirklich Anfang Dezember erst oder so dass wir gesagt haben, okay, das schaffen wir nicht mehr, das von FBA verschicken zu lassen, weil es braucht ja auch seine Zeit zum Einlagern, und haben das dann von zu Hause verschickt. also wir hatten auf jeden Fall keine schöne Weihnachtszeit weil wir den ganzen Tag nur damit beschäftigt waren, adressen aufzuschreiben? Ja, genau, aber es war auf jeden Fall auch sehr interessant, wie viel das dann tatsächlich ist, wenn man dann irgendwie keine Ahnung 50 bis 100 Bestellungen am Tag hat.

Marcus Mokros:

Aber es gut, mal erlebt zu haben, dass man auch weiß, wofür man die. Amazon-Kosten abgezogen bekommt. Ja, genau Dass es auch eine Gegenleistung ist, war auf jeden Fall spannend?

Esther Enns:

ja, ja, auf jeden Fall. Aber da haben wir auch gesagt, das machen wir nie wieder. Ja, aber so ist halt alles bei uns so ein bisschen, dass wir einfach spontan eine. Idee haben und das dann irgendwie einfach umsetzen. Und so sind wir halt auch wirklich in das Amazon-Thema reingerutscht. Es hat einfach ich hatte eigentlich gar nicht geplant, so früh schon selbstständig zu sein. Also ich wollte eigentlich noch so ein bisschen Erfahrung sammeln in dem Bereich, bei Agenturen oder so, und es hat einfach so funktioniert, weil ich einfach in der Zeit Produkte gemacht habe und Produkte gemacht habe und einfach immer weiter gemacht habe, und dann ja hat es einfach geklappt, dass man damit selbstständig sein konnte.

Marcus Mokros:

Schön, so zu hören. Also ich erinnere mich hier in dem Podcast an den Gast Marco, der hat seine erste Bestellung für 50.000 Euro abgegeben und hat dem Hersteller gesagt mach mal einen Container für mich voll. Und es ist schön zu hören, dass aber auch das Gegenteil immer noch funktioniert, dass du sagst ich teste es mal mit ein bisschen Geld und mache es einfach aus dem Bauch raus und kannst davon auch ausbauen.

Esther Enns:

Ja, ich glaube, das hat es uns auch so ein bisschen einfacher gemacht als jetzt. Aber bei anderen, die anfangen, weil unser Produkt einfach nicht so wahnsinnig teuer ist. Also klar, wir haben dann irgendwann noch andere Produkte gehabt. Aber ich sage mal, die teuerste Bestellung, die wir je gemacht haben, war irgendwie 25.000, und da hatten wir schon ein bisschen Bauchschmerzen, und bei anderen fängt es da ja fast schon an. Also da muss man halt vorher viel, viel mehr Geld in die Hand nehmen. Das mussten wir jetzt halt nicht. Wir haben da natürlich auch nicht gelernt, was es heißt, mit viel Risiko da rein zu gehen. Genau Das hatten wir halt so in der Form nicht, so Konnten jetzt nicht so viel verlieren wie andere.

Marcus Mokros:

Wo lässt du die Karten machen?

Esther Enns:

Unterschiedlich, also überwiegend in Deutschland, also eigentlich nur in Deutschland. Wir haben ein Produkt, das haben wir mittlerweile ausgelagert, weil es einfach in Deutschland nicht so gut funktioniert hat mit der Druckerei, genau, aber sonst eigentlich in Deutschland überwiegend, ist auch so ein bisschen unser Unternehmenswert.

Marcus Mokros:

Also ich kann mich auch noch daran erinnern, so das erste Mal einen fünfstelligen Betrag irgendwo hin überweisen also bei mir war es halt tatsächlich halt auch Übersee. Dann hat man auch schon so ein Gefühl im Bauch, Ich denke, es geht alles so, wie ich es mir vorstelle. Aber wenn du es natürlich abverkaufst oder nachbestellen musst, dann ist es ja schon wieder ganz anders. Dann machst du es ja gerne.

Esther Enns:

Ja, das ist das Spannende halt auch bei uns so ein bisschen, weil wir so Saisonprodukte haben. Es ist natürlich so also gerade im Sommer ist dann halt Hochsaison, sag ich mal, und man hat vorher ja nicht so viel Cashflow. Das heißt, man muss vorher investieren, und nachher hat man das Geld übrig, sage ich mal, und ich meine das ja bei vielen so. Aber das war auch im ersten Jahr, wo es eigentlich ganz gut lief das war 2022. Da hatten wir dann auch im Sommer echt Bauchschmerzen, wo wir dachten, okay, funktioniert das alles noch, weil wir dann irgendwie 80.000 offene Rechnungen insgesamt hatten, und dachten, okay, funktioniert das alles noch, weil wir dann irgendwie 80.000 offene Rechnungen insgesamt hatten, und dachten, okay, wie sollen wir das jetzt bezahlen? Hatten da so ein bisschen so ein Cashflow-Problem, weil, wie gesagt, das Geld ist ja erstmal bei Amazon, und dann kriegst du die Überweisung ja irgendwann erst. Aber dann haben wir das auch alles klären können mit der Druckerei und so dass wir erst einen Teil bezahlen. Das hat dann doch alles gut geklappt. Aber es sind halt solche Hürden, die man dann hat, wenn man Seller ist und vorher investieren muss.

Marcus Mokros:

Und weißt du noch, bei dem ersten Produkt, als du das gestartet hast, gerade bei Karten, da gibt es ja tausende von Designs auf Amazon, vielleicht hunderttausende ich weiß nicht Was hast du denn gemacht, damit man irgendwie findet so ein merkelneues Produkt?

Esther Enns:

Ich weiß nicht. Also, wir haben alles echt schlecht gemacht. Wir haben wirklich wir hatten echt keine Ahnung und haben auch die Produktbilder. Ich habe ja alles selber gemacht, mache ich immer noch, und wir haben halt so oft auch neue Produktbilder gemacht und irgendwie versucht, irgendwie was anders zu machen. Gerade in der Branche ist in den letzten Jahren ziemlich viel passiert. Also wir hatten das Glück einfach auch, dass es zu der Zeit noch nicht viel gab. Es gab einfach nicht viel Konkurrenz, und die Konkurrenz war auch nicht wahnsinnig gut. Das heißt, ich konnte halt gut einfach das machen, was ich schön finde, und das hat dann funktioniert. Und manche Designs funktionieren halt auch nicht. Wir haben halt auch Produkte mit mehreren Varianten, das heißt mehrere Designs, und manche davon funktionieren, haben mega gut funktioniert, und manche gar nicht. Also das ist auch so ein bisschen, ja, ein bisschen Pokern, genau ja, also ich weiß gar nicht. Wir haben wirklich also auch Werbung geschaltet und so. Mein Mann hat sich da so ein bisschen reingelesen, ein bisschen mit Nils auch gesprochen, aber wir haben das, glaube ich, damals auch echt viel Lehrgeld da reingehauen, weil wir einfach auch gar nicht so das Wissen hatten, wie man das jetzt richtig macht. Deswegen, ich weiß gar nicht, warum es funktioniert hat, aber es hat halt irgendwie funktioniert. Es war halt auch wirklich nicht so viel Konkurrenz da.

Marcus Mokros:

Und jetzt heute, wo ihr schon ein bisschen Erfahrung habt, wie was läuft, wie bewerbt ihr die Produkte?

Esther Enns:

Ja überwiegend. also wir arbeiten mit Helium 10 momentan noch zusammen. Das heißt, wir haben die Werbung jetzt auch größtenteils abgegeben, beziehungsweise es läuft ja über so einen Algorithmus auch so ein bisschen Und machen jetzt auch so ein bisschen mehr noch Sponsored Brands. Genau so eigentlich.

Marcus Mokros:

Du hast gerade angesprochen, dass ihr zu Weihnachten eben auf Instagram so einen Adventskalender gemacht habt. War das dein privates Profil oder hast du für deine Marke ein Profil angelegt?

Esther Enns:

bisschen auch weg von Amazon wollen und dieses Personalisierte machen, mehr machen wollen. Genau das ist halt eher so ein, wie gesagt, so ein Herzensprojekt bei mir, eher kein reines Amazon-Business, und genau der ist jetzt auch am 10. März, also jetzt diese Woche, gestartet, Genau.

Marcus Mokros:

Und was postest du so auf Instagram? Weil ich glaube, wenn man nur Produktfotos rauflädt, dann interessieren sich nicht so die meisten dafür. Was machst du, um Publikum aufzubauen sind?

Esther Enns:

wie ich pappeterie mache, oder auch reals teilweise, wie ich die pakete verpackt. Aber das ist alles eher dann dieses individuelle. Was ich auch machen, die reinen produkte ja, ist halt ein bisschen stumpfer dann. Aber jetzt zum beispiel bei unseren büchern mache ich dann halt auch teilweise reals, wo ich all die einzelnen seiten zeige und sage, was es da gibt und was da toll ist, und aus ja ein bisschen das produkt einfach vorstellen mit videos und fotos. Genau. Ja, man muss da manchmal ein bisschen kreativ werden, aber es ist halt auch so. Social media ist halt auch so was, wo man viel zeit reinbuttern kann und dass man sieht nicht so richtig sofort den Effekt, den das hat. Also deswegen es ist sehr zeitintensiv, würde ich sagen, aber es bringt halt erstmal nichts für die Verkaufszahlen so direkt. Es ist halt eher so für den Markenaufbau und für den Namen machen, auch so regional und so.

Marcus Mokros:

Und nutzt du Instagram dann auch ab und zu, um jetzt speziell irgendwie Sales zu machen? Gibt es da irgendwie Rabattcodes raus oder sowas, oder ist es mehr so?

Esther Enns:

die Marken, Ja, auch, ja, auch Ja, genau So oft. Aber.

Marcus Mokros:

Konzentrierst du dich ganz auf Insta, oder sind es noch andere Plattformen, wo du rauflädst?

Esther Enns:

Ich habe jetzt tatsächlich bei TikTok auch noch ein bisschen angefangen, einfach weil ich gemerkt habe, dass TikTok echt gut funktioniert. Also ich habe da nicht viele Follower, aber es funktioniert halt ganz gut, um Leute zu erreichen. Also es geht ein bisschen besser als mit Reels bei Instagram, für mich zumindest auf jeden Fall no-transcript. Ja genau.

Marcus Mokros:

Und heute so, wenn du überlegst, was für ein neues Produkt es werden soll, wie machst du es im Vergleich zu früher? Ist es immer noch so aus dem Bauch raus, oder bist du mehr am Recherchieren?

Esther Enns:

Ein bisschen mehr, ja, auf jeden Fall. Also, ich gucke mir schon sehr viele Produkte dann an, und man muss halt auch immer so ein bisschen gucken gibt es da schon viel? Lohnt sich das? Kann man noch besser sein als die anderen? Also, es gibt gerade in der wir sind auch so ein bisschen noch in die Babybranche auch eingestiegen, in den letzten Jahren Haben wir auch ein paar Produkte, und es gibt halt noch wahnsinnig viel, was man da machen kann. Also, ich möchte auf jeden Fall da auch noch weitermachen. Aber man guckt halt schon so ein bisschen mehr, wie der Markt so ist, wie viel es schon gibt, wie die Produkte von den anderen aufgebaut sind. Gibt es da noch Verbesserungspotenzial? Ja, wie sind die Verkäufe? wenn da jetzt schon 200 Produkte auf dem Markt sind, die mega gut sind, und jeder verkauft nur 50 Stück am Tag im Monat, meine ich, dann muss man da vielleicht nicht unbedingt einsteigen. Also, wir gucken da schon so ein bisschen mehr, analysieren das Ganze auch ein bisschen mehr. Aber ich würde schon sagen, dass ich auch mir die Produkte angucke, auf die ich Lust habe, also die mir vorher selber einfallen, und keine Produkte, nur weil der Markt gut ist, quasi. Also, da muss bei mir, muss da auch so ein bisschen Leidenschaft hinterstecken, weil sonst könnte ich mich da gar nicht rein fühlen, auch irgendwie.

Marcus Mokros:

Und also von der Überlegung ist es ja gut, weil die Leute also typischerweise sie heiraten ja, und viele davon, die sind eigentlich schon in der Babyplanung und wollen vorher das mit der Hochzeit gemacht haben. Und dann geht es weiter im nächsten Schritt, und dann habt ihr im Idealfall schon Stammkunden.

Esther Enns:

Ja, genau Das ist halt auch oft so, wenn ich auch gerade Einladungskarten gemacht habe oder so für einzelne Kunden, dass ich dann auch sehe, dass sie ein paar Jahre später schwanger geworden sind, und dann kaufen die unsere Meilensteinkarten oder so. Also, es ist dann auch so, man denkt es immer gar nicht so, aber es ist dann halt oft zufällig, dass man das dann irgendwie sieht und merkt, und dann ist das halt schon toll. Also, die Branche gibt einem echt viel zurück. Auch so würde ich sagen, echt viel Feedback.

Marcus Mokros:

Und weißt du auswendig, wie viele Produkte, also wie viele verschiedene Asins, du aktuell auf Amazon gelistet hast?

Esther Enns:

50, ungefähr 50. Okay, ja, auf Amazon gelistet hast, 50 ungefähr. Das sind alles Druckerzeugnisse, ja, alles Druckerzeugnisse.

Marcus Mokros:

Und was ist so der nächste große Schritt, den du so im Kopf hast? Willst du nach Europa gehen oder eine ganz andere Kategorie? Hast du irgendwas noch so im Kopf? Was kommt?

Esther Enns:

dir. Also der große Schritt jetzt war halt wirklich der Online-Shop dieses Jahr. Also da sind wir jetzt auch froh, dass wir das erst einmal geschafft haben, Genau, und den wollen wir halt auch so ein bisschen. Also, das ist wie dieses Jahr. Aber wir wollen dieses Jahr eigentlich auch so ein bisschen uns wieder auf Amazon konzentrieren, dass wir da ein paar mehr Produkte hochladen und alles nochmal ein bisschen verbessern, weil die Konkurrenz einfach auch wahnsinnig gut geworden ist das letzte Jahr und wir letztes Jahr nicht so richtig hinterhergekommen sind, weil wir ja viele andere Sachen um die Ohren hatten. Genau deswegen wollen wir uns darauf auch dieses Jahr ein bisschen mehr konzentrieren. Und so große Ziele jetzt Europa oder so es wird dieses Jahr auf jeden Fall nicht der Fall sein. Ich denke mal, Etsy wäre noch so spannend für uns, dass wir da nochmal einsteigen, Und einfach so verschiedene Plattformen, dass man so ein bisschen weg davon kommt, dass man nur auf Amazon verkauft. Genau, das ist so unser nächster Step, Aber ja, in andere Länder. Ich denke, das wird eher was für nächstes Jahr sein oder darauf folgende Jahre.

Marcus Mokros:

Das wäre auch gerade in deiner Nische wahrscheinlich sehr viel Arbeit, weil du musst ja wahrscheinlich jedes Produkt übersetzen.

Esther Enns:

Ja, genau genau Deswegen es geht. also bei manchen Produkten wäre es echt easy, vor allem nach England oder so, also auf Englisch. das wäre halt gar kein Problem. Die stehen da ja auch voll auf dieses Zeug, auf so Hochzeit und Einladung und sowas. Aber ja, genau, es geht jetzt eher. bei uns steht eher ein Fokus, nochmal neue Produkte zu machen auf neuen Märkten, also in neuen Nischen.

Marcus Mokros:

Gut, Gerade hatte ich eine Frage. Welche war sie noch?

Esther Enns:

Ah, genau, onlineshop war es.

Marcus Mokros:

Thema Onlineshop Hast du denn aktuell schon Verkäufe da Ja.

Esther Enns:

Ähm, ja nicht so viele, aber wir haben jetzt am Sonntag gestartet, und da haben wir dann auch so einen Rabattcode rausgehauen.

Marcus Mokros:

Ah, ist jetzt noch ganz frisch der Shop Ganz ganz frisch.

Esther Enns:

Ja, da hatten wir dann drei Bestellungen oder so an dem Tag. Aber jetzt läuft es halt auch so langsam. Ja, genau, das ist ja schön. Gerade wenn du sowas startest, bist ja auch neugierig, funktioniert es. Nimmst die Leute an, dann freust du dich ja sowieso über die Bestellung. Wir wollen Einladungskarten haben, und wie teuer wäre das? und so weiter, und dann muss ich für jeden nochmal ein Angebot schreiben. Das war einfach immer ein bisschen aufwendig und lohnt sich dann irgendwann halt einfach nicht so wirklich. Und deswegen, um das so ein bisschen zu entzerren und einfach auch Produkte anzubieten für die ganze Hochzeit, weil das ist so ein bisschen unser Konzept von Luft und Liebe, dass wir sagen, wir wollen halt, dass alles passt, wenn man irgendwie eine Feier schmeißt, dass alles passt, wenn man irgendwie eine Feier schmeißt, dass alles zusammenpasst, die Designs zusammenpassen, dass man verschiedene Produkte in dem gleichen Design quasi erwerben kann, und das haben wir einfach durch den Online-Shop so ein bisschen geschaffen. Also wir hatten das vorher schon. Wir haben halt so verschiedene Kollektionen, das heißt verschiedene Produkte, die man im gleichen Design quasi kaufen kann, und das haben wir halt im Online-Shop nochmal vergrößert, dass man dann auch Menükarten in dem Design kaufen kann, save-the-date-karten, einladungskarten, irgendwie alles Mögliche, irgendwelche Willkommensschilder, genau, und um das einfach so ein bisschen zu entzerren, dass ich nicht jedem einzeln schreiben muss und dass man quasi weniger Arbeit hat und mehr daraus springt quasi haben wir den Onlineshop halt gemacht, und deswegen, es war jetzt nicht so. Wir werden den wahrscheinlich jetzt nicht gleich so groß aufziehen mit Werbung und so weiter. Das ist halt noch ein Riesenthema. Also, da kann man ja wirklich viel noch machen und viel lernen. Genau. Aber das ist halt alles noch. Das kommt bei uns wahrscheinlich also nach und nach.

Marcus Mokros:

Ja, das ist ein guter Punkt, weil ich hatte vorhin schon so dran gedacht, so der Unterschied zwischen Amazon und Webshops. Wenn man irgendwie Produkte hat, die halt irgendwie zu planen sind, dann merkt man einen sehr großen Unterschied zwischen den Mail-Aufkommen auf Amazon, weil es ist eigentlich in der Regel eher gering. Also aus meiner Erfahrung kommen recht wenig Kunden bei Amazon auf die Idee, den Verkäufer zu kontaktieren, aber wenn man einen Webshop hat, dann sieht es schon mal ganz anders aus.

Esther Enns:

Ja genau, es ist halt auch alles viel persönlicher und so Auch dadurch, dass die meisten, die jetzt auch bei uns einkaufen sind, natürlich Follower von Instagram. No-transcript, amazon, und man merkt es halt auch, dass halt der Warenkorb auch viel höher ist. Also dann bei Amazon ist halt, da kauft man dann halt nur ein Produkt, man weiß gar nicht, dass da eine Marke hinter steckt, so richtig, oder guckt sich die Marke auch gar nicht unbedingt an. Das ist einem halt vielleicht dann auch egal, ob es jetzt aus china kommt oder eine deutsche marke ist, und das ist halt im online shop ganz anders. da ist es halt das haben wir es schon bei diesen drei bestellungen gemerkt das ist nicht nur, das eine produkt gekauft wird, sondern dann wird noch ein kleines dazu gekauft und dann noch mal eben ein produkt für fünf euro oder so dazu gekauft. Also der Gesamteinkauf ist halt viel höher so ne, als bei Amazon. Bei Amazon ist halt schon, würde ich sagen, selten, dass jemand das ein Design, quasi ein Produkt in einem Design einkauft und dann noch andere Produkte in dem Design. Das kommt auch vor, aber passiert jetzt nicht so oft.

Marcus Mokros:

Ja, das ist für Instagram auf jeden Fall sehr gut, die Leute auf den Shop weiterzuleiten, dass nicht jede Frage vom Produktportfolio eine persönliche Nachricht wird. Bei TikTok die starten ja schon mit TikTok-Shops, dass man auch den Amazon-Shop damit verknüpfen kann. Über TikTok verkaufen und typischerweise alles, was TikTok gut macht, das sehen wir dann auch auf den anderen Plattformen. Und ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Instagram da reagiert.

Esther Enns:

Also Instagram Shopping gibt es ja auch schon, aber ich hatte das auch damals versucht mit unserem Amma, so einen Shop zu verlinken, aber das macht Instagram ja irgendwie nicht so richtig mit, oder es hat bei mir auf jeden Fall damals nicht geklappt, weil man ja eine eigene Landingpage quasi braucht bei Instagram, und das ist halt der Vorteil bei Etsy. Bei Etsy kann man das halt irgendwie bauen. Also mit Etsy und Instagram funktioniert halt besser als Instagram und Amazon, genau. Aber das ist halt auch so was, was wir auf jeden Fall bei Instagram machen wollen, weil ich finde das auch so toll oder bei TikTok auch, wenn du dann ein Video von einem Produkt hast und du direkt da unten quasi den Link platzieren kannst, dass die Leute sich das direkt angucken können und auch direkt kaufen können, und ich glaube schon, dass das sehr viel wert ist, auf jeden Fall.

Marcus Mokros:

Und du, so als Mediengestalterin, was würdest du sagen? wie hast du, was hast du so gelernt jetzt in der Zeit als Amazon-Verkäufer über Produktbilder? Was machst du jetzt anders als am Anfang?

Esther Enns:

Am Anfang, würde ich sagen, haben mir die Produktbilder relativ zugeklatscht, also weil ich so ein bisschen, glaube ich, auch so ein anderes Denken hatte, so ein bisschen, glaube ich, auch so ein anderes Denken hatte, so dieses detaillierte Denken also, dass man, wenn man die Papiere da so hinlegt, dann da noch so ein bisschen schnickschnack, und da noch ein bisschen schnickschnack, und alles muss irgendwie schön aussehen. Da bin ich jetzt so ein bisschen weg. Also bei mir ist es jetzt eher so kurz und knackig, weil ich glaube, man muss halt ein bisschen filtern, welche Infos sind jetzt für den Betrachter wichtig und was nicht. Und wenn man da irgendwie 20.000 Texte auf die Produktbilder klatscht, dann wird man ja sehr schnell erschlagen.

Und also, das habe ich jetzt so ein bisschen daraus gelernt, dass das weniger, mehr ist und man sich so ein bisschen den Fokus einfach auch auf das Produkt legen soll, zumindest bei unseren Produkten. Es gibt ja auch technische Produkte, wo die Infos halt auch echt wichtig sind, aber bei uns kommt es halt auch echt viel auf das Design an, und da will man halt auch das Produkt in Action sehen und nicht irgendwie unbedingt wissen, wie groß ist das jetzt, oder ja, sind auch so wichtige Informationen, aber so Randinformationen, die man vielleicht auch einfach in der Beschreibung stehen lassen kann, oder so.

Marcus Mokros:

Ja, ich denke auch, dass so der Trend bei Infografiken, nachdem jeder gemerkt hat, das braucht man, und dann als Händler wahrscheinlich denkt was ist mir alles wichtig, was muss ich allen mitteilen? dass man eher guckt was ist dem Kunden wichtig? was kann ich ihm in der Kürze der Zeit mitgeben und vielleicht auch mal mit zwei Wörtern auskommt, Weil wahrscheinlich der eine oder andere oder wahrscheinlich gar nicht so wenig. Die laufen gerade in Berlin über eine Ampel und haben das Handy dabei in der Hand und shoppen irgendwas oder stehen in der.

Küche mit dem Essen und die.

Esther Enns:

Kinder springen rum, und die lesen sich keinen Aufsatz durch. Ja, das ist auch so witzig, dass das Verkäuferverhalten auch so unterschiedlich ist. Also immer, wenn ich mit meinem Mann auch darüber gesprochen habe früher ich war halt echt so ein Käufer früher. Also mittlerweile gucke ich mir schon auch Bewertungen an und so, aber früher habe ich einfach pauschal einfach nur Bilder angeguckt und dann direkt gekauft. Ich habe nicht lange überlegt. Klar, wenn das Produkt jetzt teurer ist, dann überlegt man schon länger. Aber wenn das jetzt so ein 20-Euro-Produkt ist, das ich einfach brauche oder haben möchte, dann gucke ich so ein bisschen nach den Bildern, vergleiche, was finde ich schöner, was finde ich besser, und dann habe ich das gekauft. Und mein Mann war da ganz anders. Der hat sich die Beschreibung durchgelesen, bewertung durchgelesen, voll lange verglichen, und dann haben wir natürlich auch immer so einen anderen Fokus gelegt. Also ich habe dann immer den Fokus voll auf die Bilder gelegt, und mein Mann immer quasi, wir müssen Bewertung reinholen, oder es ist wichtig, dass wir Bewertungen haben und die Beschreibung anpassen, wo ich gesagt habe ja, die Beschreibung, da liest sich doch keiner durch. Ich habe mir im Leben noch nicht diese Texte da durchgelesen. Oder ein EBC halt so ein A-Plus am Ende, so weit habe ich noch nie runtergescrollt bei einem Produkt, weil mich das einfach nicht interessiert. Ich will einfach nur, ich brauche etwas, dann will ich das einfach schnell kaufen und gucke jetzt nicht nochmal so weit nach unten. Aber ich denke, da ist halt jeder, jeder hat halt irgendwie ein anderes Verkäuferverhalten, Und das ist halt auch irgendwie spannend, genau.

Marcus Mokros:

Wahrscheinlich ist es bei gerade bei technischen Geräten, die man lange benutzt. Wahrscheinlich hast du da umso mehr Leute, die tief recherchieren, und andere, die lassen sich 100% von den Produktfotos verführen.

Esther Enns:

Ja, und ich denke, da ist halt einfach, unsere Produkte sind da einfach präsentiert, für dass die Leute da nicht unbedingt jetzt noch nach den, also die Texte durchlesen. Da geht es halt wirklich ums Design, und ja, Ja, super.

Marcus Mokros:

Ja finde ich sehr, sehr gut. Also, dann wünsche ich dir auf jeden Fall erstmal sehr viel Erfolg mit dem Webshop. Hast du vielleicht abschließend als Grafikerin noch irgendwie einen Tipp für andere Amazon-Händler, wo du sagst oh, das ist wahrscheinlich eine Sache, die fällt mir relativ leicht, die siehst du immer bei anderen, vielleicht sogar siehst du bei den Hackers Diskussionen, wo du siehst oh, das ist für andere ein Problem, Ist doch irgendwie so ein Tipp, den du zum Schluss Boah, wüsste ich jetzt gerade, was Wüsste jetzt gerade nicht so wirklich, was aber ja für mich ist halt ja, für mich kann man halt vieles auch einfach selbst machen.

Esther Enns:

So Ja, ich aber nee, also ich fange jetzt gerade Nies ein, was ich jetzt so weitergeben könnte. Benutzt du denn für alles Photoshop, indesign, oder nutzt du auch so Tools wie Canva? Canva eher so für Instagram, manchmal, aber gar nicht so häufig tatsächlich. Also, ich glaube, das kann man noch ein bisschen häufiger einbauen. Also, ich nutze viel Photoshop. Ja, das wäre vielleicht so ein Tipp. Gerade in meiner Branche ist es halt einfacher. Früher haben wir halt die Bilder einfach so gemacht, selbst gemacht oder digital halt auch gemacht, und jetzt arbeite ich echt viel mit Mockups, also dass ich quasi ein Hintergrundbild habe, das passt, und dann die verschiedenen Designs drauf packe, weil dann muss ich jetzt also das ist ja so ein bisschen auch wie Rendering in die Richtung. Nur weil ich so platte Produkte habe, sage ich mal, kann man auch gut einfach mit Mockups bei Photoshop arbeiten. Das sparte einem halt auch echt viel Zeit und die Bilder sehen auch alle gleich aus.

Marcus Mokros:

Die Bilder sehen auch alle gleich aus.

Esther Enns:

Ja, es ist quasi. Also man hat ein Bild. Zum Beispiel, wenn ich jetzt unsere Tischkarten habe, die auf einem Teller platziert sind, und im Hintergrund sind irgendwelche Blumen, Und genau die Tischkarten, das fotografiere ich dann quasi so, dass es einfach eine weiße Karte ist, Und das kann ich dann quasi. Auch wenn es vorher schon ein Design ist, kann ich da jetzt so einen Kasten draufziehen und das so ein bisschen anpassen mit den Perspektiven und so weiter und kann dann mit so einem Smart Objekt, kann ich dann da die Designs reinladen, Und das heißt, ich muss dann quasi mit zwei Klicks kann ich da einfach ein neues Design reinladen und habe quasi ein neues Bild mit dem anderen Design. Und das spart einem halt schon viel Zeit. Und das Tolle daran ist halt natürlich, dass die Bilder immer gleich aussehen, wenn du über die Produkte switchst. Man hat ja bei Amazon immer das gleiche Bild quasi, wenn du dann unten die Varianten anschaust, Und dann ist es halt wirklich immer das Gleiche, nur das Design ändert sich. Das war bei uns halt am Anfang auch nicht so, weil wir dann einfach ja jedes Produkt oder jede Variante hatte dann so ein bisschen andere Bilder auch noch Genau.

Marcus Mokros:

Ja ist natürlich schlau, dass du einmal so eine schöne Szenerie zusammenstellst, um dein Produkt zu präsentieren und dann einfach für jedes Produkt nutzt, gerade weil es ja einfach sehr von den Abmaßen sehr ähnlich sind, was du anbietest.

Esther Enns:

Ja genau, und ich mache halt auch wirklich in der Branche kann man auch viel digital machen, also wirklich digital erstellen, dass man gar kein Foto macht, sondern einfach das Ganze digital aufbaut, schön.

Marcus Mokros:

Guter Tipp, ja, hey, dann viel Erfolg dir auf jeden Fall bei dem, was du jetzt planst, für dieses Jahr Und für alle Zuhörer. Vielen Dank fürs Zuhören, und klick auch auf Folgen, abonnieren, subscriben in der Podcast-App, dass du auch mitbekommst, wenn die nächste Episode erscheint. Übrigens noch zum Schluss Helium 10 macht jeden ersten Montag im Monat ein Networking-Call. Jeden ersten Montag im Monat um 12 Uhr, auch eine Möglichkeit, uns zu sehen und ein bisschen mit anderen Händlern noch zu diskutieren. Der Zoom-Link dafür ist h10.me. Wenn das zu schnell war, spult zurück und schreibt es hier auf. Aber in dem Sinne vielen Dank, esther, für deine Story hier und allen eine gute Woche. Ciao, ciao.


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Amazon FBA Expert & Influencer

Marcus Mokros has become a well-known name in the online selling sphere, especially in Amazon FBA. Starting his e-commerce journey in 1996, he was among the early individuals to explore and contribute to the growth of online selling. He is host of the "Serious Seller Podcast" by Helium 10 and is the German Buyer Brand Ambassador for Alibaba.com

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